Harry Potter und der Halbblutprinz

Wie so viele andere auch taten Marcel und ich uns den vor(vor)letzten Teil der Harry-Potter-Reihe an. Ich bin ja ein großer Fan von Harry Potter, vor allem von den Büchern. Vor dem ersten Film war ich ein wenig skeptisch, da ich mir nicht vorstellen konnte, dass die Charaktere so aussahen und waren, wie ich sie mir vorgestellt hatte. Doch ich war positiv überrascht – bis auf Hermine (wo waren ihre großen Zähne zu Beginn ihrer Schulzeit?) ähnelten alle Darsteller sehr meinen Fantasievorstellungen, vor allem Ron (total verplant), Neville, Snape und Luna (großartige Schauspielerin). Und auch die Umsetzung der Stories fand ich gelungen, denn obwohl natürlich der Inhalt der Bücher gekürzt wurde, waren doch alle Filme immer sehr verständlich.

Umso enttäuschter war ich vom diesjährigen Film. Also wirklich. Was zum Teufel sollte das? Es wurden so viele wichtige Dinge ausgelassen, dass der Film keinen roten Faden mehr hatte und selbst für mich nicht wirklich Sinn ergab – und das, obwohl ich das Buch natürlich gelesen habe. Die Sache mit dem Halbblutprinz und den Horkruxen wurde überhaupt nicht ausreichend erläutert, die Geschehnisse in der Muggelwelt und der Verrat an Dumbledore ebenso wenig. Außerdem ging mir der Sprung der Protagonisten in die Pubertät zu schnell, auf einmal geht es nur um Liebesduseleien.
Ich hoffe sehr, dass sie für die Verfilmung des letzten Buches (- Warum wird das in zwei Filme gestreckt??) den Regisseur wechseln. Denn ein Ende der Harry-Potter-Geschichte im Stil des jetzigen Filmes würde dem Niveau der Bücher einfach nicht gerecht.
So.

Moritz Netenjakob: Macho Man

bild0008

“Von den 68ern erzogen, lebte er dreißig Jahre als Weichei. Jetzt verliebt er sich in eine Türkin. Aber wie überlebt ein Frauenversteher in einer Welt voller Machos?
Seine Eltern haben ihm beigebracht, Frauen zu achten und zu respektieren. Das hat ihm als Jugendlicher auf Partys sehr geholfen: Während die Mädchen mit den anderen Jungs in der Ecke knutschten, hat er sie geachtet und respektiert. Und einer musste schließlich die ganzen Nudelsalate essen.
Doch plötzlich wird alles anders: Die orientalische Traumfrau Aylin stellt Daniels Leben komplett auf den Kopf und weckt den Mann in ihm. Jetzt müssen nur noch ein paar Fragen geklärt werden: Passt Lichtschutzfaktor 50 zu seinem neuen Image? Gibt es eine männliche Art, zum Abschied zu winken? Und wie kommt es in einer türkischen Disco an, wenn man sich wie Woody Allen bewegt?”

Filmzitate

Daisy: “Wirst du mich noch lieben, wenn ich alt bin und Falten habe?”
Benjamin: “Wirst du mich noch lieben, wenn ich Akne habe, ins Bett mache und Angst habe vor dem, was unter der Treppe ist?”

(Der seltsame Fall des Benjamin Button)

“Kommst du, oder kommst du nicht?” - ”Mama sagt, ich darf nicht bei Fremden ins Auto einsteigen.” - ”Das hier ist der Bus zur Schule.” – “Ich bin Forrest, Forrest Gump.” – “Ich bin Dorothy Harris.” – “Dann sind sie ja jetzt keine Fremde mehr!”
(Forrest Gump)

“Die Gedanken sind Realität, alles Körperliche Illusion.”
(Hinter dem Horizont)

“Ich kann dein Herz hören… Schau mal, der Mond hat sein Licht angemacht!”
(barfuss)

“Ich bin so traurig, dass ich Kelly nicht mehr habe, aber ich bin auch so dankbar, dass sie mit mir auf der Insel war. Und ich weiß, was ich jetzt zu tun habe – ich werde weiter atmen, weil, weil morgen die Sonne wieder aufgeht… und wer weiß, was die Flut bringt.”
(Cast away)

“Ich weiß, was ich will. Denn es steht vor mir und ich halte es in meinen Händen. Wenn ich es für dich nicht bin, dann sag es mir lieber gleich..” - ”Warum bist du dir so sicher?” - ”Weil ich immernoch jeden Morgen aufwache und mich als erstes darauf freue dein Gesicht zu sehen!”
(P.S. Ich liebe dich)

“Gibt’s denn niemand anderen, dem du auf die Nerven gehen kannst? Freunde, Familie… giftige Reptilien?”
(Ice Age)

“Es gibt zwei Arten von aggressiven Menschen: explodierende und implodierende. Ersteres sind die Personen, die den Kassierer anbrüllen, weil er ihnen keine zweite Tüte geben will. Zu letzteren gehört der Kassierer, der die Ruhe bewahrt, Tag für Tag. Und unversehens alle in dem Laden abknallt. Sie sind der Kassierer.” – “Nein nein nein, ich bin der, der sich in der Tiefkühlabteilung versteckt und die Polizei ruft, ich schwörs!”
(Die Wutprobe)

“Maude, ich liebe dich!” – “Das ist so wunderbar, Harold. Geh und lieb noch viele andere.”
(Harold and Maude)

“Du bist ein Zauberer! Du kannst warme Luft zum Stinken bringen!”
(Shrek)

“Das Leben besteht nicht aus den Momenten, in denen Du atmest, sondern aus den Momenten, die Dir den Atem rauben.”
(Hitch – Der Date Doktor)

“Was für einen Namen geben wir dem Schlitten?” – “Wie wär’s mit… Talula?” – “Hahaha, Talula! Talula… das klingt wie eine billige Straßenutte! Wie kommst’n auf den Namen?” – “Kann ich Dir sagen. Das ist der Name von meiner Mutter!”
(Cool Runnings)

“Klopf klopf..” – “Wer ist da? ” – “Alice!” – “Alice wer?” – “Ende gut alice gut!”
(Das Streben nach Glück)

“Marcus würde Enten nie etwas antun. Nicht wahr, Marcus?” – “Ich liebe Enten! Enten sind meine Zweitlieblingstiere. Meine Lieblingstiere sind Delfine. Die können Haie töten- mit der Nase!”
(About a boy)

“Niemand ist eine Insel.” – “Ja, da hat sie vollkommen Recht.” – “Ja, vollkommen.” — “Nein! Hat sie nicht! Es gibt Leute, die sind Inseln! Ich bin eine! Ich bin Ibiza, verdammt noch mal!”
(About a boy)

“Wie heißt du eigentlich?” - ”Chayenne Blue…” - ”Das ist aber ein ungewöhnlicher Name!” - ”Meine Mama ist Schauspielerin und Schauspielerinnen, sagt meine Mama, dürfen ihren Kindern keine normalen Namen geben!” - ”Achso… Und was ist dein Vater?” - ”Mein Papa ist ein Arschloch!”
(keinohrhasen)

“Und immer schön auf’s Schneewittchen!”
(keinohrhasen)

Ildikó von Kürthy: Freizeichen


“Es ist Montagmorgen, und ich stehe am Flughafen von Palma de Mallorca. Ich bin seit neuestem einunddreißig, stecke in einer alles entscheidenden Lebenskrise, und als sei das nicht schon schlimm genug, habe ich, Annabel Leonhard, auch noch meinen verdammten Koffer verloren. In einem dicken Strickpullover warte ich vor einem leeren Gepäckband auf einen Koffer, der nicht kommt und der immerhin zwanzig Euro für sechs Kilo Übergepäck gekostet hat. Ich bin noch niemals ohne Übergepäck verreist. Ich bin nicht dazu in der Lage, mich auf das Nötigste zu beschränken. Und das in jeder Hinsicht.
Langsam frage ich mich, warum sich das bescheuerte Band überhaupt noch dreht. Wahrscheinlich, um mich zu verhöhnen. Wahrscheinlich, um mir klarzumachen, dass mein Plan gescheitert und mein kühnes Vorhaben schon im Keim erstickt ist. Dieses Gepäckband, das meinen Koffer nicht hergeben will, sagt mir, dass ich mein Leben nicht verändern kann. Mein Leben verändert sich ganz von selbst. Ich bin bloß Zuschauer. Ich darf nehmen, was kommt. Was nicht kommt, ist mein Koffer.”

Auszug aus “Freizeichen” von Ildikó von Kürthy.
Absolut empfehlenswert, bringt einige schnelle Lacher und liest sich nebenbei innerhalb von ein paar Stündchen ganz nett weg.

Ganz einfach.

“Ich drehe mich um, und da liegt Henry. Ganz einfach, als wäre ich mein Leben lang neben ihm aufgewacht. Er schläft hingebungsvoll, in einer unmöglich verdrehten Stellung, wie ein Gestrandeter, ein Arm über den Augen, um den Morgen auszusperren (…). Ganz einfach. Wir haben uns gefunden. Hier und jetzt, endlich.”

(Audrey Niffenegger, “Die Frau des Zeitreisenden”)

Der Vorleser

Nach einem weiteren Mädelsabend mit Anni und Meike (Sekt-Bowle, Feiglinge, Käsehäppchen, Tomatensuppe) ging es am nächsten Tag abermals mit Marcel ins Kino, diesmal zu Der Vorleser.

“Als der 15-jährige Schüler Michael (David Kross) einen Blackout hat, hilft ihm die wesentlich ältere Schaffnerin Hanna (Kate Winslet). Nach seiner Genesung entwickelt Michael eine erotische Leidenschaft für sie und liest ihr regelmäßig vor – bis sie eines Tages spurlos verschwindet. Viele Jahre später trifft er Hanna wieder: vor Gericht, wo sie sich für eine dunkle Vergangenheit verantworten muss. Seine Zuneigung besteht weiter.” (www.kino.de)

Der Film war so, wie erwartet: lang. Das Buch war schon lang, und ich musste mich öfter zusammenreißen, es weiterzulesen. Aber die Geschichte mit ihrer plötzlichen Wendung war faszinierend und daher wollte ich sehen, wie das alles im Film umgesetzt wurde. Und siehe da: der Film ist sehr nah am Buch, es wurden nur wenige Dinge weggelassen.

Ob ich den Film weiterempfehlen würde, weiß ich selber nicht so genau. Schlecht war er ja nicht, aber eben auch nicht umwerfend.

Benjamin Button



“Bei der Geburt von Benjamin (Brad Pitt) stirbt seine Mutter. Der Vater, ein Knöpfehersteller, ist geschockt vom Aussehen des Sohnes und legt ihn vor der Haustür eines Altenheimes ab. Das schwächliche Baby mit der Physis eines über 80-Jährigen wird von der dort arbeitenden Queenie (Taraji P. Henson) liebevoll aufgenommen. Sie glaubt, er sei dem Tode geweiht.
Doch wächst Benjamin fast normal und relativ unbeschwert unter den Alten heran. Als Greisen-Junge lernt er die Enkelin (Cate Blanchett) einer Insassin kennen und verliebt sich.
Eine Kurzgeschichte von F. Scott Fitzgerald
diente als Vorlage für ein wunderschönes Märchen, bei dem einfach alles stimmt – das hervorragend aufspielende Ensemble bis in die kleinste Nebenrolle, die Balance von Tragik und Komik, die liebevolle Ausstattung, die perfekte Maske.” (www.kino.de)

Ein schöner Film, auf jedenfall sehenswert – aber nur in der Version MIT Pause, sonst hält man das nicht durch, der Film ist leider vielvielviel zu lang geworden. Die Geschichte ist toll, die Schauspieler auch, wenn auch nicht unbedingt Oscarwürdig. Erinnert stark an Forrest Gump und Titanic, eine Szene im Amélie-Stil ist auch mit dabei.
  • Daisy: “Wirst du mich noch lieben, wenn ich alt bin und Falten habe?”
    Benjamin: “Wirst du mich noch lieben, wenn ich Akne habe, ins Bett mache und Angst habe vor dem, was unter der Treppe ist?”
  • “Es ist völlig normal,dass die Menschen die wir lieben von uns gehen.Woher sollten wir sonst erfahren wie viel sie uns bedeuten?”
  • “Hab ich dir schon erzählt, dass ich sieben mal vom Blitz getroffen worden bin? (…)”

was ich gerade lese


“Jonathan ist ein einsames Kind. In dem englischen Knabeninternat Kirkston Abbey fühlt er sich unglücklich, denn seine Klassenkameraden hänseln ihn wegen seiner einfachen Herkunft. Auch einzelne Lehrer finden, dass er an der exklusiven Schule nichts zu suchen hat; man schreibt das Jahr 1954, und die englische Oberschicht verteidigt unerbittlich ihre Privilegien. Nur allzu oft ist Jonathan Zielscheibe von Spott und Hohn – bis zu jenem Vormittag, als sein Mitschüler Richard ihm in der Lateinstunde aus der Patsche hilft. Richard ist auch ein einsames Kind, doch im Gegensatz zu Jonathan sondert er sich bewusst von den anderen ab. Seine Altersgenossen bewundern ihn dafür, wirkt er doch stark und unabhängig. Nichts scheint ihn anzufechten, auch nicht das Internatssystem, das nach menschenverachtenden Gesetzen funktioniert und für viele die Hölle auf Erden bedeutet. Jonathan fühlt sich von Richards Interesse geschmeichelt, und die beiden werden unzertrennlich. Richard zeigt Jonathan, wie er sich gegen den Psychoterror der anderen wehren kann. Wie ein Ertrinkender greift Jonathan nach der rettenden Hand. Er vertraut sich Richard an und beginnt, dessen Spiel mitzuspielen. Er ist glücklich über diesen Freund – auch wenn ihn manchmal das seltsame Licht in dessen Augen ängstigt. Er lernt zu gewinnen, und seine Macht über andere wächst. Doch Richard ist das nicht genug. Er überzeugt Jonathan, dass sie ihre geheimnisvollen Kräfte nicht nur gegen jene richten sollen, die einst Jonathan gedemütigt haben, sondern gegen alle, die versuchen, sich ihrer immer enger werdenden Freundschaft in den Weg zu stellen. Ein tödliches Spiel nimmt seinen Lauf…”

sehr empfehlenswert, lese es jetzt zum x-ten mal.

“blau und grau” teil 2

es gibt ein buch, “die blauen und die grauen tage”, von monika feht. beschreibung: “ein einfühlsames buch über die kunst, das glück im richtigen augenblick zu ergreifen.” es geht um eine von alzheimer betroffene, liebenswerte alte dame und ihre enkelin, welche sie abgöttisch liebt. um auf den verlauf der krankheit zu achten, hält die enkelin in einem tagebuch fest, ob ihre großmutter einen blauen oder einen grauen tag hatte. sprich, ob es ein normaler, fröhlicher tag war oder ein beängstigender mit aussetzern und gedächtnislücken.

das buch hat mich sehr beeindruckt, auch wenn es eigentlich für kinder geschrieben ist. man kann so viel davon ableiten, und im endeffekt kennt sie jeder, diese grauen tage, an denen alles schief geht und man sich wünscht, morgens einfach im bett geblieben zu sein. aber es folgen auch jedesmal wieder blaue tage, an denen alles wunderbar ist und man das gefühl hat, dass einem die welt gehört und man alles erreichen kann.

soviel zur erklärung der blauen und der grauen tage ^^