Grande Mosquée de Paris.

Nachdem ich ja schon einmal vor verschlossenen Türen der Grande Mosquée de Paris stand, da wir leider genau den Gebetstag erwischt hatten, musste ich natürlich noch einen neuen Versuch starten, diesmal mit Tessa, der neuen Praktikantin. Und wir hatten Glück – obwohl es schon sehr spät war, wurden wir von einem lächelnden Herren mit orientalischer Kopfbedeckung hereingewunken und konnten zumindest noch für einige Minuten den wunderschönen Innenpark betrachten.

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Heimwärts.

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Drei Monate sind um. Drei Monate voller Sonne, Regen, Lachen und Heimweh. Ich habe viel gelernt und vor allem viele Erfahrungen gemacht. Das erste Mal halbwegs auf eigenen Beinen stehen, mit dem Geld wirtschaften, sich verschätzen, weil man auf einmal noch 200€ an die Uni überweisen muss. Sich auf der Arbeit behaupten, respektiert werden und nach und nach immer mehr Verantwortung zugeteilt bekommen. Bei Teamarbeit muss man manchmal zurückstecken, sollte aber nie klein beigeben. Pariser Kassiererinnen sind die langsamsten der Welt, es ist unmöglich, abends “mal eben schnell” einkaufen zu gehen. Nicht alle Obdachlosen sind permanent betrunken und unfreundlich. Auf dem Eiffelturm hat man eine superschöne Aussicht, es ist aber furchtbar windig und kalt dort oben. Franzosen haben keine Berührungsängste, vor allem in der Metro – ich freue mich auf die Berliner U- und S-Bahn. Man kann sich knapp drei Monate von Salat ernähren. Und einen Monat ohne Kühlschrank überleben, auch im Sommer. Im Juli und August ist Paris wie ausgestorben – zumindest findet man keine Pariser, sondern hauptsächlich Touristen. Heimweh und Sehnsucht nach den Liebsten bekommt man auch mit 23 Jahren. Den schönsten Sonnenuntergang erlebt man zu Füßen der Sacré-Coeur, die schönsten Abende verbringt man au bord de la Seine bei der Notre Dame, wo es auch die talentiertesten Musiker und Künstler gibt. Günstiges Essen und Souvenirs gibt es im Quartier Latin. Man kann wundervolle Gespräche mit Fremden führen, die man danach nie wieder sieht.
Paris erfüllt alle Klischees, alles, was ihr jemals über diese Stadt gehört habt, ist höchstwahrscheinlich wahr – das Gute und das Schlechte.

Ciabatta.

Wenn man in Paris unterwegs ist, findet man gerade im Stadtkern an jeder Ecke irgendetwas zu essen, sei es ein Restaurant, ein Imbiss oder ein Supermarkt. Beliebt sind Stände, an denen warme Panini und Ciabatta verkauft werden, belegt mit Käse, Chorizo und vielem anderen. Ich habe viele dieser Imisse ausprobiert und kann mit gutem Gewissen sagen, dass es das allerallerbeste Ciabatta und den nettesten und gesprächigsten Verkäufer bei “Sur le Pouce” auf der Île de la Cité gibt – Marcel und Anna habe ich dort auch schon hingeschleppt.
Ich empfehle das “Ciabatta Chorizo Raclette”, unbedingt ausprobieren!

bestes Ciabatta in Paris

bestes Ciabatta in Paris

“Sur le Pouce”, 7 rue d’Arcole

Vespa in Paris.

Ich bin ein großer Fan von Vespas. Ich liebe Rollerfahren und finde, dass eine Vespa dem ganzen noch einen stylischen Retro-Touch gibt. In Berlin ist es ein leider nur selten vorkommendes Highlight, wenn mir auf der Straße zufällig mal ein solches Exemplar begegnet, hier in Paris hingegen scheint jeder dritte Rollerfahrer eine Vespa zu besitzen. Wundervoll! Und nicht nur in schwarz oder silber, nein, hier gibt es auch Modelle in Gute-Laune-Farben wie Knallrot, Rosa, Mint oder Babyblau! Ich will auch!

Vespa in Paris

Vespa in Paris

Vespa in Paris

Vespa in Paris

Vespa in Paris

Vespa in Paris

Vespa in Paris

Vespa in Paris

Vespa in Paris

Parc des Buttes-Chaumont.

Früher war der Parc des Buttes-Chaumont ein Kalksteinbruch in einer verrufenen Ecke des ehemaligen Arbeiterviertels Belleville – später wurde daraus dann einer der (meiner Meinung nach) schönsten Parks von Paris mit einem künstlichen Felsen inklusive Wasserfall und Grotte, einem See (-> Baden leider verboten), zwei Brücken und riesigen Rasenflächen.
Am Sonntag war wundervollstes Wetter und überall sonnten sich die Menschen, es war supervoll und bei mir kam ein wenig Glienicker-See-Stimmung auf – nur eben ohne Baden.

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Feuerkünstler vor der Notre Dame.

Ein weiteres abendliches Highlight fand direkt vor den Toren der Notre Dame statt, zwei junge Herren haben eine beeindruckende Feuershow geliefert. Der eine überzeugte als Feuerspucker, der andere wirbelte mit zwei brennenden Ketten um sich.

Ja, ich bin oft auf der Île de la Cité, vor allem Abends ist dort immer etwas los, im Quartier Latin nebenan gibt es leckeres Essen oder Snacks für den kleinen Hunger, an der Seine sitzen die Musiker und vor der Notre Dame die Künstler.

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Au bord de la Seine.

Sowohl Freitag- als auch Samstagabend machte ich es mir an den Ufern der Seine gemütlich, genauer gesagt zwischen dem Petit Pont und dem Pont au Double neben der Notre Dame. Beide Male hatte ich Glück mit meiner Ortswahl, da sich dort zu später Stunde der eine oder andere Musiker einfand und mit Gesang und Gitarre sein Können zur Schau stellte.

Ich muss ehrlich sagen, dass ich immer wieder begeistert von diesen Straßenmusikern bin. In Berlin gibt es zwar auch einige, welche jedoch weder von der Qualität noch von der Stimmung her an die Pariser herankommen. Hier in Paris setzt sich der Gitarrist einfach irgendwo auf eine Treppe am Straßenrand und nach und nach kommen immer mehr Leute, die ihm zuhören, sich rundherum setzen und manchmal auch mitsingen. Und letztendlich sitzt man inmitten einer riesigen Gruppe von Menschen, die alle Spaß und Freude an Musik haben. Man bekommt viele neue Eindrücke und kommt leicht ins Gespräch mit anderen bzw. wird selber angesprochen – so habe ich z.B. Samstagabend Blanca und Alina kennengelernt, zwei Mädels aus Essen, die mit einem Interrail-Ticket durch Frankreich gereist sind und nun ihren letzten Ferientag in Paris verbracht haben.

Es war ein wundervoller Abend mit unglaublich angenehmer Musik und wir saßen bis spät in die Nacht dort – was zur Folge hatte, dass ich meine letzte Metro verpasste und die halbe Strecke zu Fuß laufen musste.

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Skater.

Samstag Abend lungerte ich mit einem Ciabatta auf einer Brücke neben der Notre Dame herum, als plötzlich ca. zehn junge Herren auf Inlineskates und Rollschuhen angedüst kamen und mitten in der Fußgängerzone eine Rampe aufbauten. Es war eine bunte Truppe, Weiße und Schwarze, Junge und Alte. Nach anfänglichen Freestylesprüngen (Salto, Spagat, 3 Skater direkt hintereinander) wurde eine Art selbstgebastelte Messlatte neben der Rampe positioniert, die nach und nach bis auf 3 Meter Höhe gestellt wurde – erstaunlicherweise schafften es alle Skater, unverletzt zu landen und dabei auch noch eine gute Figur zu machen, selbst, wenn sie die Latte mal mit sich rissen.

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Last weekend in Paris.

Ich wollte es selbst gar nicht glauben, aber es war wirklich mein letztes Wochenende in meiner Lieblingsstadt – schon nächsten Samstag geht es über Nacht zurück Richtung Heimat.

Das letztes Wochenende habe ich also noch mal richtig genutzt und mir die volle Dröhnung Paris-Flair gegönnt: Champs-Elysées, Arc de Triomphe, Île de la  Cité, Notre Dame, Quartier Latin… und es wurden natürlich viele viele Souvenirs gekauft.

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Liebesschlösser auf der Pont des Arts.

Die “Pont des Arts” verläuft genau zwischen dem Louvre und dem Institut des Arts und war die erste Eisenbrücke von Paris. Was die Brücke jedoch zusätzlich von anderen unterscheidet und somit interessant und einzigartig macht, ist ihr “Schmuck”: Das gesamte Geländer ist verziehrt mit sogenannten “Liebesschlössern”. Eine große Erklärung hierzu ist wohl nicht nötig: verliebtes Pärchen schreibt seine Namen auf ein Schloss, befestigt dieses am Geländer, schmeißt den Schlüssel ins Wasser und schwört sich ewige Liebe. Hachja – wär Marcel hier, würd ich ihn dazu zwingen. ;)

Paris - Pont des Arts

Paris - Pont des Arts

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Paris - Pont des Arts

Paris - Pont des Arts

Paris - Pont des Arts

Paris - Pont des Arts