Montmartre.

Samstag ging es mal wieder am Moulin Rouge vorbei hoch zum Montmartre, um die Aussicht vor den Treppen der Sacré-Coeur zu genießen. Das Wetter war traumhaft und so saßen wir einige Zeit auf den Stufen, hörten dem gut gelaunten Geigenspieler zu, beobachteten den Fußballkünstler und sahen uns die Werke der Straßen-Portraitmaler an. Auf dem Rückweg machten wir einen Abstecher in die Biscuiterie “La Cure Gourmande”, in der es alle möglichen Kekssorten verpackt in wunderschönen Dosen im Vintagestil gibt. Lecker, hübsch und verdammt teuer!

Fashion Week Paris #1

Seit Mittwoch läuft in Paris die Fashion Week für Menswear (Spring-Summer 2011), morgen ist der letzte Tag – und ich darf stellvertretend für Seasons bzw. das “TM Fashion Trendmagazin” zu einigen Modenschauen gehen. Das Programm für morgen sieht wie folgt aus:

10h: Billtornade
12h: Wooyoung Mi
13h: Songzio
14h: agnès b.
15h: Rynshu
9:30-19:30h: Showroom Arnys

Jetzt muss ich mir nur noch schnell die besten Métro-Verbindungen raussuchen, damit ich überall pünktlich ankomme – und natürlich rechtzeitig zum Deutschlandspiel wieder zurück bin.

Le Métro.

Wenn man in Paris ist, fährt man zwangsweise täglich Metro. An den Stationen gibt es Sperren, durch die man gehen muss, wenn man den Bahnhof verlassen will. Bei jedem erneuten Betreten eines Bahnhofs muss man ein neues Ticket zücken – was auf die Dauer ganz schön teuer wird. Abhilfe schafft da das sogenannte 10er-Carnet, für 11,60€ gibt es einen Zehnerblock Tickets.

Des weiteren gibt es Tageskarten (ab 5,90€), Wochenkarten (ab 17,20€) und Monatskarten (ab 56,60€). Die Preise variieren, je nachdem, für welche Bereiche von Paris die Karte gültig sein soll, quasi wie in Berlin mit dem ABC-System.
Für die Monatsmarke benötigt man ein Passbild und eine “Carte Nominative Transport”, die an jedem Stationsschalter für einmalige 5€ erhältlich ist und als Ausweis gilt. Dort bekommt man dann auch die “Carte Navigo Découverte”, die als Monatsmarke benutzt wird.
Und so sieht das ganze dann aus. Tadaaa:

Die letzten Metros fahren übrigens immer gegen 01:00 nachts (plus minus eine halbe Stunde). Ersatzweise verkehren daher zwischen 01:30h und 05:30h 18 Buslinien des “Noctambus”, unter der Woche stündlich, am Wochenende sogar alle halbe Stunde. Die Nachtbushaltestellen haben alle ein Logo mit einer gelbschwarzen Eule, die muss ich noch fotografieren. Zuckersüß.

This sucks.

Ich habe nicht den leisesten Schimmer, was heute los war. Es gibt so Tage im Leben, an denen man sich fragt, was man eigentlich getan hat. Heute war wieder so ein Tag.

Ich bin früh aufgestanden und hatte den Plan, einen Bus früher als sonst zu nehmen, da heute eine Klausur anstand und ich pünktlich sein wollte. Nunja, der Bus kam natürlich 10 Minuten zu spät. Genauso wie die S-Bahn in Spandau, bei der übrigens die Heizung aus war. Genauso wie die S-Bahn am Westkreuz, bei der es dann auch noch eine Türstörung gab, was zu weiteren Verzögerungen führte. Mein geplanter Zeitvorsprung wurde immer kleiner… Nunja. Endlich in Schöneweide angekommen hetzte ich dann zur Tram. An der Haltestelle stand zwar eine, meine war es jedoch nicht. Nach weiteren 10 Minuten des Wartens wurde dann beim Schaffner mal nachgefragt, “Stau – das kann noch dauern.” Also vorgelaufen zur nächsten Haltestelle – wo sich das Stau-Rätsel dann löste, es parkte nämlich ein Auto halb auf der Straße, halb auf den Gleisen und sämtliche Trams kamen nicht vorbei. Also hieß es: zu Fuß zur Uni. Nice. Muss ich erwähnen, dass überall Schnee und Eis liegt und es keinen Spaß macht, längere Strecken zu laufen? Also schnell die Mädels angerufen und gebeten, der Dozentin Bescheid zu sagen.
Letztendlich kam ich dann mit knapp 15 Minuten Verspätung an, die Klausur lief dann trotz allem gut.

It’s one of those days.

sunrise.

sunrise.

Heute ist einer der Tage, an denen man sich fragt, was man eigentlich Schlimmes getan hat, um so bestraft zu werden.

Es gibt Menschen, die schmatzen. Einfach so, ohne ersichtlichen Grund. So eine Person saß heute früh neben mir in der S-Bahn. Mein Ipod war alle und ich war zu müde, sonst hätte ich den Platz gewechselt – so ertrug ich das widerliche Schmatzen. 50 Minuten lang.

Es gibt Menschen, die stellen dumme Fragen. Zu Schulzeiten wurde mir zwar immer beigebracht, dass es keine dummen Fragen gibt, doch ich habe heute wie so oft schon den Gegenbeweis erlebt – es gibt sie, definitiv. Und zwar genau dann, wenn man merkt, dass es keine Verständnisfrage war, sondern derjenige einfach mal wieder nicht zugehört hat.

Es gibt Menschen, die durch die Kombination von ihrer Stimme, Mimik, Gestik, Selbstverliebtheit und Einstellung das Gefühl bei dir hervorrufen, laut schreien zu müssen, bzw. mit allen nur greifbaren Gegenständen nach ihnen werfen zu wollen. Normalerweise würde ich solchen Personen aus dem Weg gehen, wenn es sich jedoch um einen deiner Dozenten handelt, ist das leider nicht realisierbar. Also sitzt man im Seminar, atmet die ganze Zeit tief ein und aus, starrt verzweifelt auf die Handyuhr und nimmt Aussagen wie “Autismus ist doch eine Gabe, wir sollten alle ein wenig autistisch sein!” mit einem leisen Aufstöhnen hin und schluckt sämtlichen Frust hinunter.

Dann gibt es Menschen, die einem den Tag retten. Am Bahnhof stand dieses alte Pärchen, er griff zärtlich nach ihrer schrumpeligen, kalten Hand  und steckte sie mit einem Lächeln in seine Jackentasche, um sie zu wärmen.

Für den Bruchteil einer Sekunde war die Welt in Ordnung – bis ich mich umdrehte und den betrunkenen Mann sah, der in aller Öffentlichkeit auf dem Bahnsteig an den Süßigkeitenautomaten pinkelte.

S-Bahn-Momente.

Wenn ein kleines Mädchen – so klein, dass es noch nicht mal ordentlich reden kann – neben der Mutter in der S-Bahn sitzt, von ihr eine Schrippe in die Hand gedrückt bekommt, das weiche Innenleben herauspult, daraus eine dünne Rolle formt, diese zwischen die Finger steckt und so tut, als würde es rauchen… DANN sollte man sich definitiv Sorgen machen und die Vorbildfunktion der Mutter in Frage stellen.

(By the way: Ich habe seit Anfang März diesen Jahres nicht mehr geraucht – bekomme ich von irgendwem ein Lob? Bitte?)

Invasion der Weihnachtsmänner.

Die kamen alle aus einer S-Bahn und strömten Richtung Weihnachtsmarkt. Invasion, die Weihnachtsmänner wollen den Planeten Erde einnehmen. Oder so.

Und weil momentan alles so shinyshiny blinkeblinke ist, kam ich nicht drumrum, beim Warten auf den Bus den superschönen Haltestellenbaum zu fotografieren:

(Nein, ach was, das Bild ist ganz bestimmt nicht unscharf. Vielleicht brauchst du ja eine Brille.)

S-Bahn-Momente.

Es ist Mittwoch, kurz nach vier und schon stockdunkel. Die S-Bahn hält in Neukölln und durch das Fenster siehst du sie schon genau: die Art von S-Bahn-Passagieren, bei denen dein Herz beginnt, schneller zu schlagen. Nicht vor Freude, sondern vor Angst. Verdreckte Kleidung, aber dennoch mit teuren Goldketten behangen, die Mützen tief ins Gesicht gezogen, die eine Hand irgendwo in der Hosentasche, die andere umklammert eine halbvolle Bierflasche. Sie sind immer mindestens zu zweit unterwegs und setzen sich immer ausgerechnet neben dich. Murphys Gesetz. Allein an ihrer Ausdrucksweise und der Wortwahl erkennst du, dass sie gerade nicht zum Spaßen aufgelegt sind. Deine Befürchtungen bestätigen sich, sie fangen sofort an, den alten Mann schräg gegenüber anzupöbeln. Grundlos. Vielleicht hat er sie eine Sekunde zu lange angeschaut, vielleicht passt ihnen aber auch einfach sein grüner Jägerhut mit der Feder nicht. Dir wird übel, da die Menge an schlechtem Parfum den Alkoholdunst und den Schweißgeruch der beiden nicht übertünchen kann. “Schau sie nicht an, schließ einfach die Augen und warte ab, bis sie aussteigen.”, denkst du dir leise. Doch ignorieren kannst du sie nicht, zu groß ist die Unsicherheit, der Drang, wissen zu müssen, was sie gerade tun, wo ihre Hände, ihre Blicke sind, ob sie vielleicht dich im Visier haben. Du beobachtest mit halb geöffneten Augen ihr Spiegelbild in der Fensterscheibe, siehst ihre glasigen Augen und den aggressiven Ausdruck darin. Dein Herz hämmert stark gegen deine Brust und du befürchtest, dass sie es hören und auf dich aufmerksam werden könnten. Nach drei Stationen – dir kommt es wie eine halbe Ewigkeit vor – stehen die beiden endlich auf. Der eine rempelt dich am Knie an, es tut weh und du beißt dir auf die Lippen. Als die beiden draußen auf dem Bahnsteig stehen und die Türen sich schließen, scheint es, als würde der gesamte Pulk an Passagieren gemeinsam vor Erleichterung aufatmen. Du machst deinen iPod an, schließt die Augen und kannst dich für den Rest der Fahrt endlich entspannen.

S-Bahn-Momente.

Ich liebe es, im Bus oder in der Bahn zu sitzen und zu beobachten. Nirgendwo sonst findet man so viele verschieden Menschen, hier kommen Alt und Jung, Arm und Reich, Schwarz und Weiß zusammen. Hier sitzt der Banker im Anzug neben dem Punk mit zerschlissenen Jeans, die junge Mutter mit ihrem Kind neben der alten verwitweten Dame.
Ich glaube, man könnte ein Buch schreiben über die Begegnungen in der S-Bahn.
Allein heute…

…der ausländische Straßenmusiker, der mich mit seiner Ukulele und seiner rauchigen Stimme so in den Bann gezogen hat, dass ich meinen iPod ausgemacht habe und mich von seiner “Let it be”-Version zum Träumen hab verleiten lassen. Als das Lied vorbei war, lächelte er in die Runde, wünschte allen mit gebrochenem Deutsch einen wundervollen Tag und stieg aus – ohne Geld einzusammeln.

…der alte Mann mit der Schiebermütze und dem weißen Bart, in jeder Hand eine Bratwurst, die Leine seines Schäferhundes um das Handgelenk geschlungen. Eine Wurst aß der Mann, die andere bekam sein vierbeiniger Freund. Beide hatten ein weißes Auge, Hund und Herrchen im Grauer-Star-Partnerlook.

…der kleine Junge mit der rot-blau-weiß gestreiften Pudelmütze, der von seiner Müdigkeit übermannt wurde. Mit leicht geöffnetem Mund saß er da, sein Kopf senkte sich Stück für Stück immer weiter nach unten, bis er schließlich aufschreckte. Mit einem schnellen Blick auf den Plan hat er wohl gemerkt, dass er zu weit gefahren ist – an der nächsten Station verließ er hastig die Bahn und eilte zum gegenüberliegenden Gleis.

…Und zuletzt die alte Dame mit dem zerschlissenen Buch in den runzligen Händen, an jedem Finger steckte ein glitzernder Ring. Ihr Gesicht war eingefallen und von vielen Falten gezeichnet, die Haut wirkte grau und leicht transparent. Sie sah müde aus – aber dann blätterte sie mit ihren krummen Fingern eine Seite um, und während sie weiterlas, breitete sich auf ihrem Gesicht ein Strahlen aus, ein verschmitztes Lächeln mit abertausenden von Lachfältchen um Augen und Mund, so dass sie urplötzlich aussah wie ein junges Mädchen.

4. Semester.

Jaja, die Uni hat wieder angefangen, die S-Bahn fährt immernoch nicht so wirklich und ich bin tierisch genervt. 1 Stunde und 40 Minuten brauche ich nun zur Uni. Danke, U-Bahn. Und bevor irgendwelche Klugscheißer mich belehren wollen: Mit der Regio wäre ich nicht viel schneller, ich habe es getestet, zudem müsste ich mehrmals umsteigen. Ich hoffe, nein, ich bete, dass die Leute von der S-Bahn bald eine Lösung parat haben, denn so langsam geht es mir wirklich auf den Keks.
Ich bin heute also um 6 losgefahren und war erstaunlicherweise schon um halb 8 an der Uni, obwohl ich erst um 8 da sein sollte. Danke, bvg.de, auch ihr habt bei mir jetzt ordentlich verschissen.

Die ersten Unterrichtsstunden im neuen Semester sind immer ziemlich kurz… Die Professoren erläutern schnell, was uns in dem Fach im nächsten halben Jahr erwarten wird, welche Materialien wir besorgen müssen und auf wann der Kurs zeitlich verschoben wird. Es gibt zwar einen Stundenplan, der ist jedoch mehr als provisorisch und wird sich, wie in den vergangenen Semestern, in den nächsten 2-3 Wochen noch täglich verändern. Tschakka.

In den Freistunden hab ich mir mit Sabrina und Isa bzw. Birgit den neuen Campus näher angeschaut. Bestand der Wilhelminenhof bislang nur aus dem Fachbereich Gestaltung, befinden sich seit diesem Semester 3 weitere Fachbereiche dort: Ingenieurwissenschaften I und II und Wirtschaftswissenschaften I. Bislang war die HTW auf 5 (teilweise marode) Standorte in ganz Berlin verteilt, nun existiert nur noch der Wilhelminenhof und der Campus an der Treskowallee.
Für das freudige Ereignis der Vereinigung wurden die umliegenden Fabrikhallen renoviert, um für die neuen 5000 Studenten Platz zu schaffen. Desweiteren besitzen wir nun eine neue größere Bibliothek (die leider noch ein wenig unübersichtlich ist, wie wir heute während der verzweifelten Suche nach einem bestimmten Buch feststellen mussten) und endlich eine richtige Mensa. Luxus pur, wenn man sich an das “interessante” Essen aus der Caféteria zurückerinnert. UND wir haben einen “Strand” bekommen, mit Sonnenstühlen und Strandkörben und weißem Sand:

Strand.

Strand.

Es ist ein merkwürdiges Gefühl, jetzt auf einmal so viele junge Menschen auf einem Haufen zu sehen. Bislang waren wir 1000, jetzt sind wir 6000 am Wilhelminenhof. Und das merkt man einfach.

Seh ich etwa so aus??

Heute auf dem Heimweg habe ich mich ziemlich unwohl gefühlt. Und der Hauptgrund war nicht die S-Bahn, dank der ich wieder mal 2 1/2 Stunden nach Hause gebraucht habe. Nein, der wahre Grund waren merkwürdige Menschen, die mit blauen Namensschildern überall saßen und standen. Heute war der “Kongress der Zeugen Jehovas 2009″ mit dem Motto “Wacht beständig!”.
Zuerst wunderte ich mich nur über das Aussehen der Leute, die wirklich in jedes Klischee gepasst haben. Superbieder, superspießig, die Frauen ungeschminkt. Und erst die armen kleinen Kinder… Die Jungs standen stramm da im Anzug, manche mit Streifenhemd, andere mit Karo-Pullunder. Und die Mädchen mit rosa Rüschenkleidchen. Der Wahnsinn.

Irgendwann wurde ich von einem älteren Herren angesprochen, nein, eher gesagt bedrängt und vollgequatscht. Ob ich denn mit meinem Leben zufrieden wäre (- “Klar!”). Ob ich an Gott glaube (- “An bitte wen?”). Und ob ich denn wüsste, dass das Ende nah wäre (- “Für Sie sicher näher als für mich…”). Er wollte mir die Philosophie der Z. J. erklären und erzählte mir, dass wir wachsam sein und dem Tage Jehovas erwartungsvoll entgegenblicken müssten. Als ich dann erwiderte, dass ich damals in meiner Grundschulklasse ein Mädchen hatte, die den Z. J. angehörte, und dass sie immer bitterlich weinte, weil sie die einzige war, die Geburtstage, Weihnachten, Ostern etc. nicht feiern durfte, und dass mir diese beschissene Sekte seitdem ein wenig suspekt wäre, war der Mann auf einmal ruhig und ließ mich in Ruhe.

Und dann wandte er sich an die ältere Dame neben mir. “Möchten Sie nicht auch ins Paradies?” Und ihre Augen begannen zu strahlen, im folgenden Gespräch äußerte sie nur noch “Oh? Ach, so ist das?”,  ”Das klingt ja interessant!”, “Oh ja, das wäre schön!” … Als die Meute dann am Ort der Veranstaltung (Olympiastadion) ausstieg, nahmen sie die alte Dame gleich mit…

Irgendwie war das gruselig.

Lieber Augenringe als gar kein Schmuck.

Nach einer viel zu kurzen und anstrengenden Nacht (Scheiß-S-Bahn!!) ging es heut morgen Punkt 8 Uhr wieder los Richtung Uni. Dort angekommen, merkte ich dann, dass die Mädels aus meiner Strickdesign-Gruppe noch nicht da waren, und auch nach einer weiteren Stunde war von ihnen weit und breit nichts zu sehen. Mir dämmerte, dass die Party gestern wohl doch ein wenig länger gegangen war… Naja, verständlich. Ärgerlich war nur, dass ich also auf Grund eines Missverständnisses und einer Party eigentlich 2 Stunden länger hätte schlafen können… Also wurde die nächste Couch im Gang gesucht und erstmal ein gepflegtes Nickerchen gehalten.

Die anschließende Modellpräsentation war dann auch nicht so das Wahre. Erst kam mein Model zu spät bzw. wirklich auf den allerletzten Drücker und ich war natürlich die ganze Zeit komplett am Panik schieben. Und wer war Schuld an der ganzen Misere? Natürlich, die S-Bahn. Wer denn auch sonst.
Im Endeffekt schaute sich der Prof nicht jedes Modell einzeln an, wie ich eigentlich erwartet hatte, es gab nur eine allgemeine Begutachtung und Festlegung der Lauf-Reihenfolge der Models für unsere Show am 10.7.
Nach welchen Kriterien die Reihenfolge bestimmt worden ist, hat sich mir nicht so ganz erschlossen. Im Endeffekt habe ich das Gefühl, dass alle wild durcheinander laufen, es wurde weder nach Ländern/Themen, noch nach Schnitten oder Farben sortiert – und so kann es passieren, dass ein rot-türkises Kleid nach einem pink-roten Outfit auf den Laufsteg muss. Urgs.
Ich bin dann auch noch spontan eingesprungen, da das Model von einer Studienkollegin kurzfristig abgesagt hatte.

Und auf dem Weg nach Hause, ich will nichtsahnend am Westkreuz wie gewohnt umsteigen – funktioniert natürlich nicht. Zwei S-Bahnen sind ausgefallen und ich habe keine Ahnung, warum, und es ist mir auch so was von schnurzpiepegal. Dementsprechend voll war es dann in der Bahn, als es nach gut 40 Minuten endlich weiterging. Dank der eh schon drückenden Luft und der gefühlten 80% Luftfeuchtigkeit draußen war es in den Waggons fast tödlich. Ich hatte Glück, da vor mir zwei kleine Kinder standen, d.h., ich hatte also nach vorne oben gut Platz. Die korpulente Frau schräg vor mir hielt sich an der Stange neben mir fest und ließ mich an ihrer beeindruckenden Achselbehaarung teilhaben – auf den Anblick hätte ich gerne verzichtet, genauso wie auf den Geruch. Da alle Fenster offen waren, pfiff jedoch der Wind einmal quer durch und vereinte alle Gerüche der Welt. Was ein Erlebnis.

Und jetzt werde ich mich verabschieden und mir gleich meinen wohlverdienten Schlaf holen.
Scheiß-S-Bahn.

Man kann nicht auf zwei Hochzeiten tanzen…

…dafür aber auf zwei Geburtstagen.
Erst einmal: Nochmals alles alles alles Liebe (inzwischen nachträglich) an euch zwei Hübschen!

Sonntag war Partytag, erst ging es nachmittags zu Anni in den Garten, wo wir uns gemütlich für ein paar Stündchen mit Sekt und frischen Kirschen auf Decken gechillt haben. Ich habe leider keine Fotos gemacht  - ich muss mich erst wieder daran gewöhnen, eine funktionierende Kamera zu haben. Daher nehme ich ersatzweise ein “älteres” Bild:

Anschließend ging es gleich weiter zu Birgit, wo ich auf einige Kommilitonen von mir traf. Auf dem Balkon wurde fleißig gegrillt, drinnen die Melonenbowle verschlungen und laut Musik gehört – unter anderem wurden dann bei Youtube alte Lieder von Scooter entdeckt, was dann über einige Umwege zu den Trailern von “Mila Superstar”, “Gummibärenbande” und Co. führte. Im Zimmer des Geburtstagskindes gab es vieles zu bestaunen: die unglaubliche Schmetterlings-Sammlung, die noch unglaublichere Sonnenbrillen-Sammlung und natürlich auch die Schaufensterpuppe, deren Namen ich leider vergessen habe.

Zu bemerken bleibt vielleicht noch, dass man auf Vordächern komische Entdeckungen machen kann:

Achja, und für den Nachhauseweg habe ich eeewig gebraucht. Ein Rat von mir: Solltet ihr in Berlin S-Bahn fahren, nachts, mit dem Ziel, eventuell zu einer GENAUEN Uhrzeit irgendwo ankommen zu wollen, um vielleicht den LETZTEN Bus nach Hause zu erwischen – nehmt euch lieber gleich ein Taxi.