Lieblingslyrik: Der Duft nach Mandeln

Jenseits des Dufts nach Mandeln,
wer wirst du sein?
Musik.

Die papierenden Vögel auf deinem Boden
flattern im Abendhimmel.
Und wer hört sie?
Du.

Das Sternenlicht in deinem Fenster
ist Rosenmilch und Bienenwachs.
Du riechst nach Schmerz.

Du betrittst den Raum aus Holz,
halte dich fest an mir, meine Liebe.
Und die Rinde?
Giftholz.

Als ich ging, schliefst du,
auf deinem Gesicht das leise Antlitz der Stadt.
Und die sturmbeherzten Lerchen?
Auf deinem roten Stuhl.

Durch mein Fenster
schwebt Kummer, angetan in Fels und Kolonium.
Und die Zeit?
Die gehört nicht dir.

Jenseits der Musik,
wer wirst du sein?
Der Duft nach Mandeln.

(Anonym -
Wenn jemand den Autoren kennt, möge er es mir bitte sagen.)

Ein Kommentar zu “Lieblingslyrik: Der Duft nach Mandeln

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