05.11.2010: It’s Showtime!

Da ist er nun, der große Tag. Der Showtag.

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10.00h:
Treffen im Haus der Kulturen der Welt, um mit den Vorbereitungen weiterzumachen. Der Backstage-Bereich wird abgesperrt, die Outfits an den Kleiderstangen sortiert, Schuhe und Strumpfhosen bereitgestellt.
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Die Runningorder der Models braucht am meisten Zeit und Schweiß, wir haben einige Ab- und einige neue Zusagen bekommen, sodass dies unseren bisherigen Plan ein wenig durcheinander wirft.
11.00h:
Die Dresser (Anziehhilfen der Models) stehen vor der Tür, wir sind immer noch beschäftigt und können sie noch nicht einweisen.
12.00h:
Wir sitzen immer noch an der Runningorder.
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Die ersten Models trudeln ein, werden ihren jeweiligen Dressern zugewiesen und vorgestellt. Probeweise sollen alle ihre Modelle schon einmal angezogen bekommen, da es einige Outfits gibt, mit denen man sich länger auseinandersetzen muss, um zu erkennen, wo denn überhaupt oben und unten ist bzw. wo sich die Armlöcher und Verschlüsse befinden.
13.15h:
Wir haben die Reihenfolge endlich fertiggestellt und Fotos sämtlicher Models in ihren Outfits auf ein riesiges Übersichtsblatt geklebt. Insgesamt haben wir um die 30 Models und 128 Outfits, was bedeutet, dass alle Models mindestens drei, einige sogar fünf Kleiderwechsel haben.
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Aus irgendeiner Ecke kommt die Frage, wo denn die übrigen Models bleiben – 1/3 fehlen noch. Schnell werden per Handy sämtliche Agenturen kontaktiert – einige sollen auf dem Weg sein, tauchen jedoch auch in den nächsten Stunden nicht auf.
14.00h:
Die Dresser sind noch mit den Outfits beschäftigt, die Generalprobe wird verschoben. Die Models werden mit Schuheinlagen bzw. Watte, Tape und Sicherheitsnadeln versorgt.
15.00h:
Noch immer sind nicht alle Models da, die Generalprobe muss jedoch stattfinden, damit die Ton-, Licht- und Videotechniker sich auf die Show einstellen können. Einige Studentinnen springen ein, viele Outfits können nicht an ihren eigentlichen Trägerinnen gefittet werden. 128 Modelle sollen laufen – bei der ersten Probe schaffen es jedoch nur die ersten 20 über den Laufsteg, danach wird plötzlich alles abgebrochen. Unverständnis im Backstage-Bereich, alle sind verwirrt, was ist passiert? Das Problem: der Hauptbackstage-Bereich befindet sich eine Etage tiefer als der Laufsteg und zwischen den Etagen befindet sich eine Treppe, welche die Models mit teils unpraktischen Outfits und unglaublich hohen Absätzen bewältigen müssen… was verständlicherweise nicht allen von ihnen auf Anhieb gelingt.
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15.30h:
Teambesprechung, alle Teilnehmer (Backstage-Helfer, Dresser und Models) werden noch einmal neu eingewiesen.
16.00h:
2. Generalprobe, diesmal schaffen wir einen Komplettdurchlauf. Riesenstress und Akkordarbeit der Dresser, noch läuft alles etwas chaotisch. Einige Models kommen zeitlich gerade so pünktlich oben auf den Laufsteg, alle wissen: Bei der Show muss es besser sein. Bei der Show muss alles funktionieren.
17.00h:
Die Models werden frisiert und gestylt, bekommen ein natürliches Make-Up mit betonten Augenbrauen. Alle Teilnehmer gönnen sich eine Pause und bedienen sich beim Catering.
18.00h:
Die letzen vermissten Models trudeln endlich ein und werden zu den Dressern und Visagisten geschickt. Erleichterung, nun wird auf die Show gewartet.
19.00h:
Einlass, Begrüßung und Ausstellungseröffnung.
19.30h:
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Alle Models und Dresser sind auf Position im Backstagebereich, die ersten Outfits werden angezogen. Die Stimmung ist angespannt, alle sind hippelig und nervös. Dann der erste Gong – die Türen im Zuschauerraum werden geschlossen, es kann sich nur noch um Minuten handeln.
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20.00h (oder später?): Showbeginn und… alles funktioniert! Die Dresser leisten 1a-Arbeit, die Models stürmen die Treppe rauf und runter, die Kleiderwechsel folgen binnen Sekunden. Und nach 36 Minuten ist alles vorbei, es wird gejubelt, Sektkorken knallen und die Aftershow-Party beginnt – für alle, nur nicht für uns. Denn der Backstage-Bereich muss (auf-)geräumt, sämtliche Outfits und Kleiderstangen sicher weggeschlossen und sämtliche Chaos-Spuren der Show beseitigt werden. Und dann wird gefeiert bzw. entspannt.

3 Kommentare zu “05.11.2010: It’s Showtime!

  1. @ Anna: Das war es auch, definitiv! Aber es hat Spaß gemacht.

    @ Evelyn: Lieben Dank für das Lob, es gab bislang auch wirklich fast nur positive Meinungen von außen. :)

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